02
März
2011

Ein Kindergarten für die Ärmsten der Armen

Die Umweltorganisation Bäume für Menschen - Trees for the World e.V. bietet namibischen Kindern eine Zukunftsperspektive

Ein Kindergarten für die Ärmsten der Armen
Die Umweltorganisation Bäume für Menschen - Trees for the World e.V. will  mit bescheidenen Mitteln den Menschen und der Umwelt dienen.
So haben wir nach dem Bau unseres Baumschulen-Netzwerkes im Norden Namibias, jetzt unser erstes Sozialprojekt in die Wege geleitet, nämlich einen Kindergarten mit Heimstätte für die mittellosen Kinder und AIDS-Waisen aus den Slums von Okahandja.
Wir haben in Okahandja ein etwa fünf Hektar messendes Grundstück erworben, auf dem ein altes, aber renovierungsbedürftiges Farmhaus steht. Zwei Hektar des Grundes sind fruchtbares Ackerland, die sich hervorragend zur Eigenversorgung mit Tieren und Nutzpflanzen eignen. Dort soll in absehbarer Zeit unser Kindergarten und ein Waisenhaus entstehen.
Die Kreisstadt Okahandja liegt im Zentrum Namibias, etwa 70 Kilometer nördlich von Namibias Hauptstadt Windhoek entfernt. Die Gemeinde zählt etwa 25.300 Einwohner. Die Squattersiedlungen rund um Okahandja sind die ärmsten Regionen der Stadt. Eine Infrastruktur ist hier kaum vorhanden, das Wasser wird an Wasserhähnen verkauft, die Hüttenbewohner besitzen keinen eigenen Anschluss.
Die Hütten, in denen die Großfamilien leben, bestehen hauptsächlich aus Müll und die Lebensbedingungen sind unbeschreiblich schlecht. Nachts kommen oft Ratten und Schlangen in die dürftigen Behausungen, von Moskitos mit gefährlichen Malariaerregern ganz zu schweigen. Häufige Krankheiten sind Hepatitis, AIDS, Atemwegs- und Augenerkrankungen.
Die mittellosen und verelendeten Familien und Kinder, aber auch AIDS-Waisen, die dort "leben" haben keine Aussicht auf Verbesserung ihrer Lebensumstände. Sie sind oft krank und müssen ihr Essen aus dem Müll herausfischen. Es herrschen unsagbar menschenunwürdige Zustände!

Weltweit sterben jedes Jahr über neun Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag an Hunger und vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall oder Malaria.

Bereits im März vergangenen Jahres versuchten wir über Einheimische Zugang zu den Squattersiedlungen und Müllplätzen der Stadt zu erhalten. Die Bewohner, die dort leben, sind sehr misstrauisch und lassen Fremde normalerweise nicht zu. Erst nach mehrmaligen Besuchen fassten die Bewohner Vertrauen in unser Projekt und ließen sogar Fotoaufnahmen zu, welche die Notwendigkeit unserer Hilfe sichtbar machen.
Es besteht dringender Handlungsbedarf, den Not leidenden Familien und AIDS-Waisenkindern, die in den Squattersiedlungen und auf Müllplätzen von Okahandja menschenunwürdig dahinvegetieren, eine Zukunftsperspektive zu eröffnen.
Wir können vor allem die Kinder für die Schule vorbereiten und während der Schulzeit begleiten. Besonders bedeutend ist dabei der Aspekt der Umweltbildung. Unser Ziel ist es, kleine Botschafter für die Natur auszubilden. Die Kinder werden neben Unterricht in den Fächern Englisch, Rechnen und Schreiben, auch kindgerechte praktische Unterweisung in Gartenbau und Umweltschutz erhalten.
Bisher sind 12 Kinder für unseren Kindergarten angemeldet und es wurde bereits "Probeunterricht" mit den beiden Kindergärtnerinnen Faith und Belinda gehalten. Zukünftig sind zwei Gruppen mit jeweils 15-20 Kindern geplant, die von Faith und Belinda von morgens bis nachmittags betreut werden. Außerdem erhalten die Kinder von uns Nahrung, Kleidung und Zugang zu medizinischer Versorgung.
Wichtig ist, dass ein Kindergartenplatz für die mittellosen und verelendeten Familien aus den Slums nichts oder nur sehr wenig kostet. Regulär sind die Kindergärten in Okahandja nämlich kostenpflichtig und teuer. Not leidende Familien können sich einen solchen Kindergartenplatz nicht leisten. Wir möchten mit unserem Kindergartenprojekt erreichen, dass auch sozial benachteiligten Kinder durch vorschulische Bildung eine bessere Lebensperspektive erhalten.
Eines Tages werden wir den Kindergarten durch ein Waisenhaus ergänzen. Es ist auch ein Gästehaus geplant, um das Projekt offen und zugänglich zu gestalten. Besucher und Paten sollen hier die Möglichkeit geboten bekommen, gemeinsam mit den Kindern und Mitarbeitern den Tagesablauf zu erleben.

Um das Projekt voran zu bringen, brauchen wir dringend finanzielle Unterstützung. Alle Spenden sind willkommen. Auch Patenschaften für die Kinder können übernommen werden.

Bei der Raiffeisenbank Weilheim i. OB wurde ein Spendenkonto eingerichtet, Konto-Nummer 100171700, Bankleitzahl 701 696 02, Stichwort: Kindergarten.

Für weitere Informationen stehen wir unter Telefon +49 (0) 881 8001 gerne zur Verfügung.

Kategorien: Pressemitteilungen der Umweltorganisation | Bäume für Menschen | Kindergarten Okahandja

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D-82362 Weilheim i. OB

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Telefax: +49 (0) 881 8111

E-Mail: trees@t-online.de

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