Luftwurzelschnitt
Stabilität fängt bei der Wurzel an
Beim Luftwurzelschnitt handelt es sich um ein innovatives Pflanzenanzuchtverfahren, bei dem eine Spiralbildung der Wurzeln verhindert wird.
Bei dieser Anzuchttechnik wird das Saatgut in ein Behältnis, den so genannten "Polybag" gesetzt, dessen Boden luftdurchlässig ist.
Der Polybag selbst steht mit ausreichend Bodenabstand auf einem Gitternetz. Durch die Luftzirkulation wächst die Wurzel solange geradewegs nach unten, bis die Wurzel den Boden des Polybags erreicht hat.
Damit wirde der Wachstumsprozess der Wurzel gestoppt, da die Wurzel keine Erde mehr findet. Die Spiralbildung der Wurzel wird so verhindert.

Ab diesem Zeitpunkt können die so "trainierten" Pflanzen in der freien Natur eingesetzt werden. Dort werden ihre Wurzeln auf schnellstem Wege zum Grundwasser gelangen, da sie darauf getrimmt wurden, ihre Wurzeln hauptsächlich nach unten wachsen zu lassen.

Nachteil dieser Art der Pflanzenanzucht ist der höhere Arbeits- und Kostenaufwand, welcher aufgrund der enormen Senkung der Ausfallquote der Setzlinge dennoch rentabler ist. Durch Anwendung des Luftwurzelschnittes sinkt die Mortalitätsrate der Setzlinge in klimatisch schwierigen Zonen signifikant.


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